Maico Modelle & Baureihen.

Vom Reisefahrzeug bis zur Wettbewerbsmaschine.
MAICO-MODELLKATALOG

Eine Marke mit außergewöhnlicher technischer Bandbreite.

Die Geschichte der Maico-Fahrzeuge reicht von frühen Leichtmotorrädern über Straßenmaschinen, Roller und Reisefahrzeuge bis zu Militärmotorrädern, Production Racern, Kartmotoren, Geländesportmaschinen und großvolumigen Zweitakt-Sonderentwicklungen.

Die Datenbank trennt Serienmodelle, Modellgenerationen, Marktversionen, Rennmaschinen, Einzelentwicklungen und Prototypen voneinander.

AMZ RACING UND DAS MAICO-UMFELD

Zur Geschichte von AMZ Racing gehören nicht nur Fahrzeuge, Ersatzteile und technisches Wissen, sondern auch persönliche Verbindungen zu Fahrern, Technikern und Konstrukteuren. Die Freundschaft zwischen Jürgen Zimmermann und Egbert „Ege“ Haas ist ein Teil dieses eng verbundenen Maico- und Geländesportumfelds.

58 Einträge Modelle, Baureihen und technisch relevante Varianten.
Motorrad bis Kart Fahrzeuge, Wettbewerbsmotoren und Spezialanwendungen.
Serie bis Einzelstück Serienmodelle werden von Prototypen und Umbauten getrennt.
Technik & Menschen Fahrzeugdaten werden mit ihrer historischen Umgebung verbunden.
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WICHTIGE ABGRENZUNGEN

Modellname, Marktversion und historische Ebene unterscheiden.

AW bedeutet Adolf Weil. Die Bezeichnung steht für die Adolf-Weil-Repliken der Modelljahre 1976 und 1977 und nicht für Amerika.
High Pipe bedeutet nicht automatisch AW. Der hochgelegte Auspuff war bei bestimmten US-Ausführungen eine Marktvariante.
775, 760 und AMZ Racing Maico GS 760. Die Bezeichnungen dokumentieren unterschiedliche Ebenen desselben historischen Fahrzeugzusammenhangs und nicht automatisch drei getrennte Motorräder.
Maico im Kartsport. Maico lieferte Motorentechnik. Das dokumentierte historische Gesamtfahrzeug besitzt ein Mach-1-Chassis.
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1930ER BIS 1960ER
MODELLWELT

Frühe Motorräder und Nachkriegsmodelle

Die frühen Maico-Motorräder dokumentieren den Weg vom Leichtmotorrad mit zugekauftem Einbaumotor zum eigenständigen Fahrzeug- und Motorenhersteller. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand daraus eine umfangreiche Familie aus Straßen-, Touren- und Sportmaschinen.

Derby 98, Fanal und Piccolo

Leichtmotorräder
Die frühen 98-cm³-Fahrzeuge gehören zur ersten Phase des motorisierten Maico-Fahrzeugbaus. Maico kombinierte eigene Fahrwerke mit bewährten Einbaumotoren.
Bauzeit ab 1934
Hubraum etwa 98 cm³
Motor Fichtel-&-Sachs-Einbaumotor
Technik Leichter Rohrrahmen und luftgekühlter Zweitaktmotor

MP 120 und Juwel

Vorkriegsmodelle
Die MP 120 war bereits deutlich stärker als ein motorisiertes Fahrrad aufgebaut. Spätere Ausführungen wurden unter der Bezeichnung Juwel angeboten.
Bauzeit ab Mitte der 1930er-Jahre
Hubraum etwa 118 cm³
Motor ILO-Zweitakt-Einzylinder
Technik Vollwertiges Leichtmotorrad mit Kickstartermotor

M 125

Nachkriegsmodell
Die M 125 markierte den Wiederbeginn der Motorradproduktion und den Übergang zum eigenen Maico-Motor. Aus dieser Konstruktion entstanden anschließend größere Hubraumstufen.
Bauzeit ab 1948
Hubraum etwa 125 cm³
Motor Maico-Zweitakt-Einzylinder
Technik Frühe eigene Maico-Motorentwicklung

M 150 und M 151

Straßenmotorräder
Die M 150 vergrößerte den Hubraum der M-125-Konstruktion. Mit der M 151 wurde auch das Fahrwerk an die gestiegenen Anforderungen angepasst.
Bauzeit ab 1949 beziehungsweise 1951
Hubraum etwa 150 cm³
Motor Luftgekühlter Maico-Zweitakt-Einzylinder
Technik Weiterentwicklung der frühen Nachkriegsmotoren

M 175 und M 200

Straßenmotorräder
Mit M 175 und M 200 erreichte die frühe Straßenbaureihe höhere Fahrleistungen. Gleichzeitig entstanden neue Anforderungen an Getriebe, Fahrwerk und Kühlung.
Bauzeit frühe 1950er-Jahre
Hubraum etwa 175 und 200 cm³
Motor Luftgekühlte Zweitakt-Einzylinder
Technik Größere Hubraumstufen der Nachkriegsbaureihe

M 175 S und M 200 S

Sportmodelle
Die S-Modelle verbanden den Maico-Rundmotor mit moderneren Schwingenfahrwerken. Sie bildeten einen wichtigen Übergang zu Blizzard, Behörden- und Geländesportmodellen.
Bauzeit ab Mitte der 1950er-Jahre
Hubraum 175 und 200 cm³
Motor Maico-Rundmotor
Technik Hinterradschwinge und Vierganggetriebe

M 175 SS „Cinemascope“

Supersport
Die M 175 SS wurde durch ihren auffallend breiten Aluminiumzylinder bekannt. Die markante Form führte in der Szene zur Bezeichnung „Cinemascope“.
Bauzeit späte 1950er- und frühe 1960er-Jahre
Hubraum 175 cm³
Motor Zweitakt-Einzylinder mit Aluminiumzylinder
Technik Breit ausgeführte Zylinder- und Kühlrippenform
1951 BIS 1966
MODELLWELT

Roller und Reisefahrzeuge

Maico Mobil und Maicoletta waren eigenständige Serienbaureihen. Das Maico Mobil verband Motorradtechnik mit Karosserie, Wetterschutz und Stauraum. Die Maicoletta war ein leistungsfähiger Großradroller mit ungewöhnlicher elektrischer Starttechnik.

Maico Mobil MB 151

Reisefahrzeug
Das MB 151 verband einen motorradähnlichen Rohrrahmen mit einer weitgehend geschlossenen Karosserie. Wetterschutz und Gepäcktransport standen stärker im Mittelpunkt als bei einem gewöhnlichen Motorroller.
Bauzeit ab 1951
Hubraum etwa 150 cm³
Motor Zweitakt-Einzylinder
Technik Vollverkleidung und integrierter Stauraum

Maico Mobil MB 175

Reisefahrzeug
Das MB 175 wurde zur bekanntesten Maico-Mobil-Ausführung. Die Karosserie umschloss Rahmen und Motor. Seitliche Gepäckräume, Windschild, Doppelsitz und Gepäckträger unterstrichen den Reiseanspruch.
Bauzeit 1950er-Jahre
Hubraum etwa 175 cm³
Motor Gebläsegekühlter Zweitakt-Einzylinder
Technik Vierganggetriebe, Fußschaltung und Gepäckräume

Maico Mobil MB 200

Reisefahrzeug
Das MB 200 war die leistungsstärkere Entwicklungsstufe des Maico Mobil. Es verband einen größeren Motor mit geschützter Technik, Ersatzrad und umfangreichem Stauraum.
Bauzeit Mitte bis Ende der 1950er-Jahre
Hubraum etwa 200 cm³
Motor Gebläsegekühlter Zweitakt-Einzylinder
Technik Größere Motorisierung und umfangreiche Karosserie

Maicoletta 175

Motorroller
Die Maicoletta 175 bildete den Einstieg in die Rollerbaureihe. Große Räder und ein kräftiger Motor unterschieden sie von vielen kleineren Rollerkonstruktionen ihrer Zeit.
Bauzeit 1950er-Jahre bis 1962
Hubraum etwa 175 cm³
Motor Luftgekühlter Zweitakt-Einzylinder
Technik 14-Zoll-Räder und elektrische Startanlage

Maicoletta 250

Motorroller
Die Maicoletta 250 wurde zur wichtigsten und langlebigsten Ausführung. Charakteristisch war der elektrische Pendelstarter.
Bauzeit 1955 bis 1966
Hubraum etwa 250 cm³
Motor Luftgekühlter Zweitakt-Einzylinder
Technik Bosch-Pendelstarter und Vierganggetriebe

Maicoletta 277

Motorroller und Gespann
Die Maicoletta 277 richtete sich an Fahrer mit höherem Leistungsbedarf und eignete sich auch für den Seitenwagenbetrieb. Sie blieb deutlich seltener als die 250er-Ausführung.
Bauzeit bis 1962
Hubraum etwa 277 cm³
Motor Luftgekühlter Zweitakt-Einzylinder
Technik Größte Maicoletta-Hubraumstufe
1950ER BIS 1970ER
MODELLWELT

Straßen-, Touren- und Behördenmodelle

Neben leichten Einzylindern entwickelte Maico anspruchsvolle Tourenmaschinen, sportliche Straßenmodelle und robuste Behördenfahrzeuge. Mehrere dieser Konstruktionen wurden zur technischen Grundlage späterer Geländesportmaschinen.

Taifun 350

Tourenmotorrad
Mit der Taifun 350 trat Maico in eine größere Motorradklasse ein. Der Zweitakt-Zweizylinder unterschied sich grundlegend von den bisherigen Einzylindermodellen.
Bauzeit 1950er-Jahre
Hubraum etwa 350 cm³
Motor Luftgekühlter Zweitakt-Paralleltwin
Technik Zweizylindermotor und Tourenfahrwerk

Taifun 400

Tourenmotorrad
Die Taifun 400 war die hubraumstärkere Variante der Baureihe. Sie verband den Maico-Zweizylinder mit einer eigenständigen Tourenmotorradkonstruktion.
Bauzeit 1950er-Jahre
Hubraum etwa 400 cm³
Motor Luftgekühlter Zweitakt-Paralleltwin
Technik Größte Taifun-Ausführung

Blizzard 175

Straßenmotorrad
Die Blizzard 175 führte Maicos sportliche Straßenentwicklung fort. Motor- und Rahmenkonzept standen in enger Beziehung zu späteren Gelände- und Behördenfahrzeugen.
Bauzeit ab Mitte der 1950er-Jahre
Hubraum etwa 175 cm³
Motor Maico-Rundmotor
Technik Schwingenfahrwerk und sportliche Auslegung

Blizzard 250 und 277

Straßen- und Sportmotorräder
Die größeren Blizzard-Modelle entwickelten Schwingenfahrwerk und Rundmotor weiter. Besonders die 250er-Linie wurde für Behörden- und Geländesportfahrzeuge bedeutsam.
Bauzeit ab Mitte der 1950er-Jahre
Hubraum etwa 250 und 277 cm³
Motor Luftgekühlter Zweitakt-Einzylinder
Technik Größere Rundmotor-Hubraumstufen

M 250/B

Bundeswehrmotorrad
Die M 250/B entstand für den militärischen Einsatz und wurde in großer Stückzahl an die Bundeswehr geliefert. Das Fahrzeug bildete zugleich eine wichtige Grundlage für weitere Geländesportentwicklungen.
Bauzeit ab Anfang der 1960er-Jahre
Hubraum etwa 250 cm³
Motor Luftgekühlter Zweitakt-Einzylinder
Technik Robustes Gelände- und Behördenfahrwerk

M 250/M „Military“

Militär- und Exportmodell
Die M 250/M war eine spätere militärische Maico-Ausführung. Die genaue Einordnung muss von der älteren M 250/B und regulären GS-Modellen getrennt erfolgen.
Bauzeit 1970er-Jahre
Hubraum etwa 250 cm³
Motor Maico-Geländesportmotor
Technik Militärische Ausstattung und Kleinserie

M 175/B und RWE-Sonderfahrzeuge

Behörden-Sonderausführung
Für industrielle und betriebliche Einsätze entstanden Sonderfahrzeuge auf Basis der Behördenmaschinen. Dokumentiert sind unter anderem Dienstmotorräder für den Einsatz im Braunkohletagebau.
Bauzeit 1960er-Jahre
Hubraum 175 und 250 cm³
Motor Maico-Zweitakt-Einzylinder
Technik Dienstfahrzeuge auf Behördenbasis
1960ER BIS 1990
MODELLWELT

Motocrossmodelle

Die MC-Baureihen begründeten den internationalen Ruf von Maico im Motocross. Die Entwicklung verlief von frühen Square-Barrel- und Radialmotoren über GP, New Generation und Adolf-Weil-Repliken bis zu Magnum, Mega, Alpha 1, Spider und wassergekühlten Generationen.

Frühe MC-Modelle

Motocross
Die frühen MC-Ausführungen entwickelten sich zunehmend von Straßen- und Geländesportmodellen weg. Gewicht, Fahrwerk, Getriebe und Leistungscharakteristik wurden immer stärker auf Motocross zugeschnitten.
Bauzeit 1960er- bis frühe 1970er-Jahre
Hubraum verschiedene Hubraumklassen
Motor Luftgekühlte Zweitakt-Einzylinder
Technik Square-Barrel- und frühe Radialmotoren

MC 501

Offene Motocrossklasse
Die MC 501 gehört zu den bekanntesten großvolumigen Motocrossmaschinen ihrer Zeit. Frühe Square-Barrel- und spätere Radialausführungen müssen bei Identifikation und Ersatzteilen getrennt werden.
Bauzeit frühe 1970er-Jahre
Hubraum etwa 501 cm³
Motor Luftgekühlter Zweitakt-Einzylinder
Technik Square-Barrel- und Radialausführungen
Bohrung × Hub 91,6 × 76 mm
Markt Besonders bedeutsam auf dem US-Markt

GP und New Generation

Übergangsgeneration
GP und New Generation markieren den Übergang zu neuen Rahmen-, Motor- und Getriebekonstruktionen. Modelljahr und Rahmennummer sind für die Zuordnung entscheidend.
Bauzeit 1974 bis 1975
Hubraum 250, 400 und 440 cm³
Motor Radialmotoren mit verschiedenen Getrieben
Technik Überarbeitete Rahmen- und Motorkonzepte

AW – Adolf-Weil-Repliken

Motocrossgeneration
Die Bezeichnung AW würdigte den Maico-Werksfahrer Adolf Weil. Die käuflichen Motocrossmaschinen griffen technische Merkmale der von Weil eingesetzten Wettbewerbsmaschinen auf.
Bauzeit Modelljahre 1976 und 1977
Hubraum 250, 400 und 440 cm³
Motor Luftgekühlte Zweitakt-Einzylinder
Technik Fünfganggetriebe und weiterentwickelte Fahrwerke
Modelle MC 250/5 AW, MC 400/5 AW und MC 440/5 AW
Bezeichnung AW steht für Adolf Weil
Einordnung Keine Abkürzung für Amerika oder USA-Export

Magnum und Magnum II

Motocrossgeneration
Mit der Magnum-Generation führte Maico eine neue Motorarchitektur ein. Die veränderte Lage des Sekundärantriebs brachte Ritzel und Schwingenlager enger zusammen.
Bauzeit 1978 bis 1979
Hubraum 125, 250, 400 und 440 cm³
Motor MT- und RT-Motorfamilien
Technik Nach hinten versetzte Getriebeausgangswelle

Mega und Mega 2

Motocrossgeneration
Mega und Mega 2 entwickelten Motor und Fahrwerk der Magnum-Generation weiter. Neben den bekannten Serienmodellen existierten auch einzelne abweichende Motorisierungen.
Bauzeit 1980 bis 1981
Hubraum 250, 400, 440 und 490 cm³
Motor MT- und RT-Zweitaktmotoren
Technik Weiterentwicklung der Magnum-Grundkonstruktion

Alpha 1

Motocrossgeneration
Alpha 1 bezeichnet die Motocrossmodelle des Modelljahres 1982. Die MC 250/T und MC 490/T gehörten zu Maicos erster Modellgeneration mit zentralem Einzelfederbein und Umlenkung.
Bauzeit Modelljahr 1982
Hubraum 250 und 490 cm³
Motor MC 250/T und MC 490/T
Technik Zentralfederbein mit Umlenkung

Spider

Motocrossgeneration
Die Spider-Generation folgte auf Alpha 1. Besonders bei der MC 490 existieren unterschiedliche Vier- und Fünfgang-Motorvarianten.
Bauzeit Modelljahr 1983
Hubraum 250 und 490 cm³
Motor Mehrere Motor- und Getriebevarianten
Technik Weiterentwicklung des Zentralfederbein-Fahrwerks

SC, LC und GM

Spätere Wettbewerbsmodelle
Ab 1984 wurden Super-Cross- und wassergekühlte Modelle angeboten. Spätere GM-, Star- und GP-Generationen setzten die Modellgeschichte unter veränderten Unternehmensstrukturen fort.
Bauzeit ab 1984
Hubraum verschiedene Hubraumklassen
Motor Luft- und wassergekühlte Zweitaktmotoren
Technik Super Cross und Liquid Cooled
1950ER BIS 1980ER
MODELLWELT

Geländesport- und Enduromodelle

Die GS-Modelle waren keine Motocrossmaschinen mit Beleuchtung. Getriebeabstufung, Elektrik, Auspuff, Tank, Fahrwerk und weitere Komponenten wurden für Zuverlässigkeitsfahrten und lange Wettbewerbsetappen angepasst.

Frühe GS-Modelle

Geländesport
Die frühen GS-Maschinen entstanden zunächst im Umfeld der Straßenmodelle. Mit wachsender Wettbewerbserfahrung entwickelten sich Rahmen, Getriebe und Fahrwerk zunehmend eigenständig.
Bauzeit 1950er- und 1960er-Jahre
Hubraum verschiedene Hubraumklassen
Motor Luftgekühlte Zweitakt-Einzylinder
Technik Sportmotoren mit geländespezifischer Anpassung

GS 504

Großvolumiger Geländesport
Die Bezeichnung GS 504 darf nicht als einheitliches Serienmodell verstanden werden. Sie umfasst unterschiedliche Entwicklungsstände und historische Zusammenhänge.
Bauzeit verschiedene Entwicklungsstufen
Hubraum nominell etwa 504 cm³
Motor Luftgekühlter Zweitakt-Einzylinder
Technik Seltene Wettbewerbs- und Sonderausführungen

Magnum E

Endurogeneration
Magnum E bezeichnet die Geländesportausführungen der Magnum-Motorfamilie. Neben den regulären Hubräumen sind auch seltene großvolumige Varianten dokumentiert.
Bauzeit ab 1979
Hubraum 250, 400 und 440 cm³
Motor GT-Motorfamilie
Technik Endurospezifische Ausstattung

Alpha E

Endurogeneration
Alpha E bezeichnet die Enduro- und Geländesportmodelle des Modelljahres 1982. Die Modelle waren technisch mit Alpha 1 verwandt, besaßen aber eine geländespezifische Ausstattung.
Bauzeit Modelljahr 1982
Hubraum 250 und 490 cm³
Motor GS 250 und GS 490
Technik Zentralfederbein mit Umlenkung

Six-Days- und Werksmaschinen

Internationaler Geländesport
Maschinen für internationale Sechstagefahrten konnten erheblich vom normalen Serienstand abweichen. Schnell lösbare Bauteile und besondere Ausrüstung müssen fahrzeugbezogen dokumentiert werden.
Bauzeit verschiedene Modelljahre
Hubraum verschiedene Hubraumklassen
Motor Wettbewerbsmotoren
Technik Spezialausrüstung für Langstreckenprüfungen
MARKTABHÄNGIGE AUSFÜHRUNGEN
MODELLWELT

Export- und Marktversionen

Maico lieferte nicht jedes Modell in allen Ländern mit identischer Ausstattung aus. Besonders für den amerikanischen Markt entstanden Cross-Country-, Qualifier- und Exportausführungen mit abweichender Auspuffführung, Übersetzung, Beleuchtung oder Tankausstattung.

250 WR Cross Country

US-Cross-Country-Modell
Die 250 WR verband Motocrosstechnik mit einer für Cross Country und Enduro angepassten Ausstattung. Der hochgelegte Auspuff bestimmter US-Ausführungen war eine Marktanpassung.
Bauzeit Mitte der 1970er-Jahre
Hubraum etwa 250 cm³
Motor Luftgekühlter Zweitakt-Einzylinder
Technik Weiter abgestuftes Getriebe und Geländeausstattung
Markt Schwerpunkt US-Markt
Auspuff US-Ausführung mit hochgelegtem Auspuff
Einordnung Europäische Ausführungen konnten einen unten verlegten Auspuff besitzen

WR 400 und WR 440

US-Cross-Country-Modelle
Die großvolumigen WR-Ausführungen kombinierten leistungsstarke Maico-Motoren mit einer für lange Geländeeinsätze geeigneten Ausstattung.
Bauzeit Mitte der 1970er-Jahre
Hubraum etwa 400 und 440 cm³
Motor Luftgekühlte Zweitakt-Einzylinder
Technik Geländespezifische Getriebe- und Tankausstattung
Markt Cross Country, Enduro und Desert

Qualifier

US-Marktbezeichnung
Qualifier war eine amerikanische Marktbezeichnung für geländesportlich ausgerüstete Maico-Modelle. Die genaue technische Zuordnung muss anhand von Baujahr und Ausstattung erfolgen.
Bauzeit 1970er-Jahre
Hubraum verschiedene Hubraumklassen
Motor Maico-Zweitakt-Einzylinder
Technik Motocrossbasis mit Enduroausstattung
Markt USA
Einordnung Nicht automatisch identisch mit einer deutschen GS-Bezeichnung

High-Pipe-Ausführungen

Auspuffvariante
Der hochgelegte Auspuff ist ein wichtiges Merkmal bestimmter Marktversionen. Er darf jedoch nicht pauschal zur Identifikation der AW-Baureihe verwendet werden.
Bauzeit markt- und modellabhängig
Hubraum modellabhängig
Motor modellabhängig
Technik Hochgelegte Auspuffführung
Markt Besonders bei bestimmten US-Ausführungen
Einordnung Kein grundsätzliches Merkmal aller AW-Modelle

Downpipe-Ausführungen

Auspuffvariante
Die unten verlegte Auspuffführung war bei verschiedenen europäischen und modellspezifischen Ausführungen vorhanden. Auch dieses Merkmal reicht allein nicht zur Modellbestimmung.
Bauzeit markt- und modellabhängig
Hubraum modellabhängig
Motor modellabhängig
Technik Unter dem Motor geführter Auspuff
Markt Unter anderem europäische Ausführungen

M-Star-Ausführungen

US-Marktname
Einzelne spätere Maschinen wurden in Europa als Maico und in den Vereinigten Staaten unter der Bezeichnung M-Star angeboten.
Bauzeit ab Mitte der 1980er-Jahre
Hubraum modellabhängig
Motor Luft- und wassergekühlte Zweitaktmotoren
Technik US-Vermarktung später Maico-Modelle
Markt USA
1960ER BIS 1980ER
MODELLWELT

Straßenmodelle und Straßenrennsport

Mit der MD-Baureihe entwickelte Maico sportliche Straßenmaschinen und käufliche Production Racer. Drehschiebersteuerung, Sechsganggetriebe und später Wasserkühlung bildeten einen eigenständigen technischen Entwicklungszweig.

MD 50

Kleinkraftrad
Die MD 50 entstand im gemeinsamen konstruktiven Umfeld der größeren MD-Modelle. Dadurch fiel die Grundkonstruktion vergleichsweise robust aus.
Bauzeit ab den 1960er-Jahren
Hubraum 50 cm³
Motor Zweitakt-Einzylinder
Technik Baukastensystem der MD-Baureihe

MD 125

Sportliches Straßenmotorrad
Die MD 125 war als sportliche Straßenmaschine angelegt. Ihr Motor bildete zugleich die technische Grundlage für die Production Racer.
Bauzeit ab den 1960er-Jahren
Hubraum 125 cm³
Motor Drehschiebergesteuerter Zweitakt-Einzylinder
Technik Grundlage für Rennsportversionen

MD 250

Sportliches Straßenmotorrad
Die luftgekühlte MD 250 war eine eigenständige sportliche Straßenmaschine. Der kurzhubige Motor und das Sechsganggetriebe sorgten für eine drehzahlorientierte Charakteristik.
Bauzeit 1970er-Jahre
Hubraum etwa 250 cm³
Motor Luftgekühlter Drehschieber-Zweitakt-Einzylinder
Technik Sechsganggetriebe

MD 250 WK

Wassergekühltes Straßenmotorrad
Die MD 250 WK war die wassergekühlte Weiterentwicklung der MD 250 und eine der letzten großen Maico-Straßenmaschinen.
Bauzeit ab Ende der 1970er-Jahre
Hubraum etwa 245 cm³
Motor Wassergekühlter Drehschieber-Zweitakt-Einzylinder
Technik Wasserkühlung, Scheibenbremsen und Gussräder
Bohrung × Hub 76 × 54 mm
Leistung etwa 27 PS
Getriebe Sechsgang-Ziehkeilgetriebe
Gewicht etwa 132 kg fahrfertig
Höchstgeschwindigkeit etwa 155 km/h

MD 250 WK Cup

Markenpokal-Rennmaschine
Für den Maico-Markenpokal wurden MD-250-WK-Maschinen zu Cup-Rennfahrzeugen umgebaut. Dazu gehörten Fahrwerks-, Motor- und Verkleidungsänderungen.
Bauzeit Maico-Cup ab 1981
Hubraum etwa 245 cm³
Motor Überarbeiteter wassergekühlter Drehschiebermotor
Technik Rennverkleidung, größerer Vergaser und Resonanzauspuff
Leistung je nach Ausführung und Quelle etwa 34 bis 37 PS
Getriebe Sechsganggetriebe
Stückzahl Kleine Serie für den Maico-Markenpokal

MD 125 RS

Production Racer
Die MD 125 RS war ein Production Racer für Privatfahrer. Mehrere technische Entwicklungsstufen unterschieden sich bei Motor, Getriebe und Fahrwerk.
Bauzeit ab Ende der 1960er-Jahre
Hubraum 125 cm³
Motor Drehschieber-Zweitaktmotor
Technik Käufliche Rennmaschine

RS 2, RS/6 und RS 3

Straßenrennsport
Die späteren Rennversionen entwickelten den Production Racer weiter. Luftkühlung, Teilwasserkühlung und vollständige Wasserkühlung müssen dabei getrennt dokumentiert werden.
Bauzeit späte 1960er- bis 1970er-Jahre
Hubraum 125 cm³
Motor Hochleistungs-Zweitaktmotor
Technik Mehrere Kühlungs-, Getriebe- und Fahrwerksstufen
KARTSPORT UND SPEZIALANWENDUNGEN
MODELLWELT

Maico im Kartsport

Maico trat nicht als vollständiger Kart-Hersteller mit eigenem Chassisprogramm auf. Maico-Getriebemotoren wurden jedoch im Schaltkartsport eingesetzt. Dazu gehörte auch eine Kartausführung aus dem technischen Umfeld der 125-cm³-Rennmotoren.

Maico 125-RS-Kartmotor

Schaltkartmotor
Für die 125-cm³-Schaltkartklasse wurde Maico-Motorentechnik aus dem Rennsportumfeld verwendet. Der kompakte Motor und das integrierte Getriebe eigneten sich für den Kartsport.
Bauzeit historischer Kartsport
Hubraum etwa 125 cm³
Motor Maico-Zweitaktmotor mit Schaltgetriebe
Technik Aus der RS-Rennmotorenfamilie abgeleitete Kartversion
Einordnung Motor und Antrieb von Maico, Kartchassis von einem Kart-Hersteller

Mach 1 / Maico Schaltkart

Kart mit Maico-Motor
Ein erhaltenes historisches Fahrzeug kombiniert ein Mach-1-Chassis aus dem Hause Hetschel mit einem Maico-Schaltmotor.
Bauzeit historische Ausführung
Hubraum etwa 125 cm³ beim dokumentierten Ausstellungsfahrzeug
Motor Maico-Getriebemotor
Technik Mach-1-Kartchassis aus dem Hause Hetschel
Chassis Mach 1
Einordnung Mach 1 bezeichnet das Kartchassis; der Antrieb stammt von Maico

Maico-Motoren in Kartumbauten

Spezialumbauten
Neben historischen Kartmotoren existieren individuell aufgebaute Karts mit unterschiedlichen Maico-Motoren. Solche Fahrzeuge müssen nach Chassis, Motorcode und tatsächlicher Ausführung einzeln erfasst werden.
Bauzeit verschiedene Zeiträume
Hubraum modellabhängig
Motor Maico-Straßen-, Renn- oder Offroadmotoren
Technik Individuelle Verbindung von Kartchassis und Maico-Motor
Einordnung Keine einheitliche Maico-Serienbaureihe
EINZELSTÜCKE, KLEINSERIEN UND PROTOTYPEN
MODELLWELT

Sondermodelle und großvolumige Spezialmaschinen

Die folgenden Einträge dokumentieren unterschiedliche historische Ebenen desselben Fahrzeugzusammenhangs. Sie sind nicht als drei voneinander unabhängige Motorräder zu verstehen: Egbert „Ege“ Haas steht für die Entstehungs- und Wettbewerbsgeschichte, Maico 760 für die Fahrzeugbezeichnung und AMZ Racing Maico GS 760 für den späteren Abschnitt bei Jürgen Zimmermann und AMZ Racing.

Egbert „Ege“ Haas Spezial-Maico 775

Großvolumige Wettbewerbsmaschine
Egbert „Ege“ Haas setzte die großvolumige Maico-Sondermaschine 1979 in der Europameisterschaftsklasse über 750 cm³ ein. Der Eintrag dokumentiert Ege Haas als Fahrer sowie die sportliche Geschichte des Fahrzeugs.
Bauzeit Saison 1979
Hubraum etwa 775 cm³
Motor Großvolumiger Zweitakt-Einzylinder
Technik Individuelle Sondermaschine auf Maico-Basis
Person Egbert „Ege“ Haas
Erfolg Europameister 1979 in der Klasse über 750 cm³
Einordnung Persönliche und sportliche Einordnung der Wettbewerbsgeschichte

Maico 760

Großvolumige Maico-Sondermaschine
Die Bezeichnung Maico 760 dokumentiert die fahrzeugbezogene und technische Ebene der großvolumigen Sondermaschine. Das Fahrzeug gelangte später in den Besitz von Jürgen Zimmermann.
Bauzeit historische Geländesport-Sondermaschine
Hubraum etwa 760 cm³
Motor Großvolumiger Zweitakt-Einzylinder
Technik Individuelle geländesportliche Sonderausführung
Späterer Besitzer Später im Besitz von Jürgen Zimmermann
Einordnung Fahrzeugbezogene Einordnung der historischen Sondermaschine

AMZ Racing Maico GS 760

Historisches AMZ-Racing-Sonderfahrzeug
Als die Maico 760 in den Besitz von Jürgen Zimmermann gelangte, wurde sie Teil der Geschichte von AMZ Racing. Dieser Eintrag dokumentiert den späteren Abschnitt des Fahrzeugs im persönlichen und technischen Umfeld von Jürgen Zimmermann.
Bauzeit Späterer Abschnitt bei Jürgen Zimmermann und AMZ Racing
Hubraum etwa 760 cm³
Motor Großvolumiger Zweitakt-Einzylinder
Technik Maico-Sondermaschine im Umfeld von AMZ Racing
Späterer Besitzer Jürgen Zimmermann
Bezug zu AMZ Racing Direkter Bestandteil der Maico-, Entwicklungs- und Motorsportgeschichte von AMZ Racing
Einordnung Spätere Dokumentation desselben Fahrzeugzusammenhangs bei AMZ Racing
GESCHICHTE ÖFFNEN

Maico GS 504

Seltene Wettbewerbsvariante
Unter der Bezeichnung 504 existieren unterschiedliche historische Zusammenhänge. Frühe Wettbewerbsmaschinen, spätere Ausführungen und individuelle Umbauten müssen getrennt betrachtet werden.
Bauzeit verschiedene Entwicklungsphasen
Hubraum etwa 504 cm³
Motor Großvolumiger Zweitakt-Einzylinder
Technik Six-Days- und spätere GS-Ausführungen
Einordnung Mehrere historische Entwicklungsstände

Nicht katalogisierte Wettbewerbsvarianten

Kleinserie und Umbau
Einzelne Maico-Maschinen wurden mit Motoren oder Komponenten eingesetzt, die im normalen Prospektstand nicht oder nicht eindeutig dokumentiert waren.
Bauzeit verschiedene Modelljahre
Hubraum verschiedene Hubräume
Motor Serien-, Versuchs- oder Werksmotoren
Technik Abweichung vom regulären Prospektstand
1950ER-JAHRE
MODELLWELT

Maico-Automobile

Maico produzierte zeitweise auch Kleinwagen. Diese Fahrzeuge gehören zur Unternehmensgeschichte, werden im Archiv aber getrennt von Motorrädern, Rollern und Wettbewerbsmaschinen behandelt.

Maico beziehungsweise Champion 400

Kleinwagen
Mit der Übernahme einer bestehenden Kleinwagenkonstruktion erweiterte Maico das Fahrzeugprogramm zeitweise um Automobile.
Bauzeit Mitte der 1950er-Jahre
Hubraum etwa 400 cm³
Motor Kleinwagenmotor
Technik Übernommene und weiterentwickelte Champion-Grundkonstruktion

Maico 500 und 500/4

Kleinwagen
Die 500er-Modelle entwickelten das übernommene Kleinwagenkonzept weiter. Karosserie- und Ausstattungsvarianten müssen innerhalb der kurzen Produktionszeit getrennt betrachtet werden.
Bauzeit 1950er-Jahre
Hubraum etwa 500 cm³
Motor Kleinwagenmotor
Technik Weiterentwickelte Maico-Ausführungen

Maico 500 Sport

Sportlicher Kleinwagen
Der Maico 500 Sport war eine seltene sportliche Variante des Maico-Automobilprogramms.
Bauzeit 1950er-Jahre
Hubraum etwa 500 cm³
Motor Kleinwagenmotor
Technik Seltene Sportausführung